Die Wohngenossenschaft Rösmatt von der Gründung bis heute
Am 1. April 2008 gründeten 22 Personen die Wohngenossenschaft Rodersdorf mit dem Zweck „in gemeinsamer
Selbsthilfe und Mitverantwortung ihren Mitgliedern preisgünstigen, insbesondere auch auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichteten Wohnraum zu vermitteln und diesen dauernd der Spekulation zu entziehen. Die Tätigkeit der Genossenschaft ist gemeinnützig und nicht gewinnstrebig“. Unterdessen zählt die Genossenschaft 50 Mitglieder, eines davon ist die Gemeinde Rodersdorf. Mitglied wird man, wenn man mindestens einen Anteilschein à 500.- Franken zeichnet. Zudem nennt sich die Genossenschaft heute Wohngenossenschaft Rösmatt, nach dem Flurnamen für das Wohnprojekt, welches sie realisieren möchte.
Der Gründung vorausgegangen war eine intensive Diskussion über das Wohnen im Alter, zuerst in einer privaten
Initiativgruppe, danach im Rahmen der Entwicklung des Altersleitbildes der Gemeinde Rodersdorf. Die demografischen Prognosen zeigen nämlich, dass sich die Anzahl der älteren Personen in den kommenden Jahren verdoppeln wird. Das Gemeinwesen ist also gefordert, für die älter werdende Bevölkerung geeignete Angebote für die Zukunft zu entwickeln.
Um dies zu ermöglichen, hat die Gemeinde den folgenden Passus als Massnahme in ihr Altersleitbild aufgenommen: „Die
Gemeinde unterstützt und fördert Privatinitiativen, welche sich für die Erstellung und Erhaltung von altersgerechten Wohnungen einsetzen. Insbesondere kann sie eigene Landreserven im Baurecht für solche Zwecke zur Verfügung stellen. Sie kann auch – in Übereinstimmung mit der kantonalen Gesetzgebung – das Bauzonenreglement entsprechend den Bedürfnissen eines Wohnkomplexes anpassen.“ Als erster Schritt hierzu wurde an einer Gemeindeversammlung im Juni 2010 beschlossen, der Wohngenossenschaft die gemeindeeigene Parzelle GB Nr. 178 zwischen Biederthal- und Rösmattstrasse im Baurecht für die Realisierung einer Wohnsiedlung zur Verfügung zu stellen.